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Tokios beste Aussichtsplattformen und Nachtblicke

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Wo hast du die beste Aussicht auf Tokyo? Für die klassische Skyline im Abendlicht sind Shibuya Sky und Tokyo Skytree kaum zu übertreffen. Wenn du eine tolle Aussicht kostenlos geniessen möchtest, geh zum Regierungsgebäude der Präfektur Tokio in Shinjuku, zum Bunkyo Civic Center oder zu Dachterrassen wie der bei Ginza Six. Tokyo Tower ist das Wahrzeichen, das du auf deinen Fotos haben möchtest – und nicht unbedingt der Ort, von dem aus du fotografierst.

In diesem Überblick findest du die besten Aussichtsplattformen, kostenlosen Aussichtspunkte und Orte für den Blick auf das nächtliche Tokyo, dazu ungefähre Preise und Tipps für den richtigen Zeitpunkt. Von oben ist das Lichtermeer der Stadt einer der eindrücklichsten Anblicke Japans, und ein oder zwei Aussichtspunkte lassen sich problemlos in jede Reiseplanung einbauen.

Illuminated Sensoji Temple pagoda glowing softly against the evening sky during the Asakusa winter lights event.
Die Pagode des Sensō-ji in Asakusa, im Winter beleuchtet. Tokyo bei Nacht ist auch vom Boden aus einen Blick wert.

Tokios Aussichtsplattformen auf einen Blick

AussichtspunktGebietPreis (Erwachsene, ca.)Besonders geeignet für
Shibuya SkyShibuyaOnline etwa 2.700 bis 3.400 YenOffene Dachterrasse, Sonnenuntergang, Shibuya-Kreuzung
Tokyo SkytreeOshiage, nahe AsakusaEtwa 2.000 bis 3.500 Yen, je nach Plattform und TagHöchste Aussicht Japans, bei klarer Sicht auf den Fuji
Tokyo TowerMinatoAb etwa 1.200 Yen für die HauptaussichtsplattformRetro-Atmosphäre, Aussicht auf das Stadtzentrum
Tokyo City View (Roppongi Hills)RoppongiAb etwa 2.000 YenBeste Aussicht auf den Tokyo Tower
Regierungsgebäude der Präfektur TokioShinjukuKostenlosReisende mit kleinem Budget, Skyline im Westen Tokios
Bunkyo Civic CenterKorakuenKostenlosRuhige Aussicht Richtung Skytree und Shinjuku
Dachterrasse von Ginza SixGinzaKostenlosEntspannter Dachgarten und ein versteckter Schrein

Die Preise ändern sich, und viele Aussichtsplattformen verlangen bei Sonnenuntergang oder am Wochenende mehr. Schau deshalb vor deinem Besuch auf den offiziellen Websites nach.

Shibuya Sky: Die Dachterrasse, die alle sehen wollen

Shibuya Sky befindet sich auf dem Shibuya Scramble Square und ist derzeit Tokios beliebtester Aussichtspunkt. Die offene Dachterrasse hat Glaswände, einen Helikopterlandeplatz und einen direkten Blick hinunter auf die Shibuya-Kreuzung. An klaren Tagen siehst du in der Ferne den Fuji.

  • Buche online, für Plätze zum Sonnenuntergang am besten zwei Wochen im Voraus.
  • Online-Tickets sind günstiger als am Schalter.
  • Taschen, Hüte und Stative müssen vor dem Besuch der Dachterrasse in Schliessfächern verstaut werden. Bei starkem Wind oder Regen kann die Plattform geschlossen sein.

Tokyo Skytree: Die höchste Aussicht

Mit 634 Metern ist der Tokyo Skytree der höchste Turm Japans. Er hat zwei Aussichtsplattformen: das Tembo Deck auf 350 Metern und die höher gelegene Tembo Galleria auf 450 Metern, ein schräger Glaskorridor, der sich spiralförmig nach oben windet. Verbinde den Besuch mit einem Abstecher nach Asakusa, das du in wenigen Gehminuten oder nach einer Zugstation erreichst. Im Winter gibt es rund um den Turm und in Asakusa zudem saisonale Beleuchtungen. Mehr dazu erfährst du in meinem Beitrag über die Beleuchtungen in Asakusa.

Am schönsten ist der Skytree an besonders klaren Tagen, meist an Wintermorgen, wenn die Sicht bis zum Fuji reichen kann. An diesigen Sommertagen hast du dagegen manchmal das Gefühl, auf eine weisse Wand zu schauen.

Tokyo Tower und Roppongi Hills

Der Tokyo Tower wurde 1958 eröffnet und leuchtet nachts noch immer orange. Seine Hauptaussichtsplattform auf 150 Metern ist günstiger als die neueren Türme, und bei der Tour zur obersten Plattform geht es noch höher hinauf. Viele sind sich aber einig: Am besten geniesst du den Tokyo Tower, indem du ihn anschaust – nicht von ihm aus. Tickets, den Beleuchtungsplan und die besten Fotospots findest du in meinem Tokyo-Tower-Guide.

Darum ist Tokyo City View in Roppongi Hills so beliebt. Vom 52. Stock aus steht der Tokyo Tower mitten im Blickfeld – perfekt für Fotos in der blauen Stunde. Rund um Weihnachten gibt es in Roppongi zudem einige der schönsten Beleuchtungen der Stadt. Lies dazu meinen Guide zu Weihnachten in Roppongi.

Christmas in Roppongi, where you can see the illuminated street lined with winter lights and Tokyo Tower visible in the background.
Weihnachtsbeleuchtung in Roppongi, mit dem leuchtenden Tokyo Tower im Hintergrund.

Kostenlose Aussichtspunkte in Tokio

Du musst nichts bezahlen, um Tokio von oben zu sehen. Diese Orte sind kostenlos:

  • Tokyo Metropolitan Government Building (Shinjuku): Im Rathaus gibt es im 45. Stock kostenlose Aussichtsbereiche, rund 200 Meter über dem Boden. Von dort siehst du über Shinjuku und an klaren Tagen bis zum Fuji. Am Abend gibt es eine Projection-Mapping-Show an der Fassade.
  • Bunkyo Civic Center (Korakuen): Im 25. Stock befindet sich eine kostenlose Aussichtslounge mit freiem Blick auf den Skytree und Shinjuku. Meist ist es hier viel ruhiger als auf den grossen Aussichtsplattformen. Du kannst den Besuch mit einem Spaziergang durch den nahe gelegenen Koishikawa-Korakuen-Garten verbinden.
  • Dachgarten von Ginza Six: Ein ruhiger Dachgarten über dem luxuriösen Einkaufszentrum, mit einem kleinen Schrein. Ich habe einen ganzen Beitrag über den Kakugo-Inari-Schrein und den Ausblick vom Dachgarten von Ginza Six geschrieben.
  • Dachgarten von Kitte (Marunouchi): Eine kostenlose Gartenterrasse mit Blick auf den Bahnhof Tokyo mit seiner roten Backsteinfassade und die Züge.

Mein persönlicher Favorit ist das Tokyo Metropolitan Government Building. Der Eintritt ist gratis, es liegt mitten in Shinjuku und zeigt dir die ganze weitläufige Stadt – ohne den Preis und den Ticketstress der grossen Aussichtsplattformen.

Kakugo Inari Shrine on the Ginza Six rooftop offers the best view in Ginza, including a perfect spot to photograph the Ginza Uniqlo building.
Der Kakugo-Inari-Schrein auf dem Dachgarten von Ginza Six: ein kostenloser, ruhiger Aussichtspunkt über Ginza.
Tokyo Night and Light projection mapping on the Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku
Die Projection-Mapping-Show Tokyo Night and Light am Tokyo Metropolitan Government Building in Shinjuku.

Die schönsten Nachtblicke und Lichtinstallationen

Nach Einbruch der Dunkelheit erwacht Tokio so richtig zum Leben. Neben den Aussichtsplattformen eignen sich diese Orte besonders gut für Nachtblicke:

  • Odaiba: Von der Uferpromenade blickst du zurück auf die Rainbow Bridge und die Skyline des zentralen Tokios. Perfekt für einen entspannten Abendspaziergang.
  • Die Strassen von Shinjuku und Shibuya: Leuchtreklamen und riesige Bildschirme sorgen unten auf der Strasse für eine ganz andere Art von Nachtblick. Wenn du nach dem Ausblick noch weiterziehen möchtest, führt dich mein Guide zum Nachtleben in Tokio von der Izakaya bis in die frühen Morgenstunden.
  • Winterbeleuchtungen: Von November bis Februar erstrahlt die Stadt in zahlreichen Lichterwelten (lies dazu meinen Guide zu Weihnachten in Tokio). Eine der grössten gibt es im Yomiuriland; mehr dazu findest du in meinem Guide zur Yomiuriland Jewellumination.

Weitere Ideen dazu, wie Tokio nachts leuchtet, findest du in meinem Beitrag über Tokios Nachtlichter.

Tipps für die beste Aussicht

  • Geh wenn möglich zum Sonnenuntergang: Sei etwa 30 bis 45 Minuten vorher dort. So erlebst du die Stadt bei Tageslicht, in der goldenen Stunde und bei Nacht – alles bei einem Besuch. Aber Achtung: Tickets für den Sonnenuntergang sind extrem schwer zu bekommen. Ich habe selbst noch nie einen Sonnenuntergangs-Zeitslot erwischt: Als wir endlich Tickets bekamen, zog ein Taifun auf. Buche früh und plane einen Ausweichtermin ein.
  • Wähle einen klaren Tag: Im Winter ist die Luft am klarsten. Prüfe das Wetter und die Sicht auf den Fuji, bevor du ein Ticket für eine Aussichtsplattform kaufst.
  • Vermeide Spiegelungen: Halte bei überdachten Aussichtsplattformen das Objektiv nahe ans Glas und trage dunkle Kleidung, damit sich weniger in deinen Fotos spiegelt.
  • Unter der Woche ist es ruhiger: An Wochenenden und Feiertagen ist viel los, besonders bei Sonnenuntergang.
  • Verbinde den Besuch mit einem Abendessen: In vielen Türmen gibt es Restaurants und Bars mit Aussicht. Ein Drink mit Ausblick kann weniger kosten als ein separates Ticket.
Asakusa illumination during the Culture and Lights event with soft winter lighting along Nakamise Street.
Winterbeleuchtung entlang der Nakamise-dori in Asakusa.

Häufig gestellte Fragen

Was ist besser: Shibuya Sky oder Tokyo Skytree?

Shibuya Sky ist besser, wenn du ein Rooftop-Erlebnis unter freiem Himmel und Fotos zum Sonnenuntergang möchtest. Der Skytree ist höher und bietet an sehr klaren Tagen die bessere Fernsicht. Wenn du nur eines auswählst, ist Shibuya Sky bei einem ersten Besuch die beliebtere Wahl.

Was ist Tokios beste kostenlose Aussichtsplattform?

Das Gebäude der Stadtverwaltung von Tokio in Shinjuku ist der bekannteste kostenlose Aussichtspunkt und mein persönlicher Favorit. Das Bunkyo Civic Center ist eine ruhigere kostenlose Alternative.

Kann man von Tokio aus den Fuji sehen?

Ja, an klaren Tagen, vor allem vom Spätherbst bis zum frühen Frühling. Von hoch gelegenen Aussichtspunkten wie Shibuya Sky, Skytree und dem Gebäude der Stadtverwaltung von Tokio hast du die besten Chancen.

Muss ich Shibuya Sky im Voraus buchen?

Für den Sonnenuntergang: ja, und zwar so früh wie möglich, denn die Plätze für diese Zeit sind schnell ausverkauft. Tagsüber und am späten Abend ist es einfacher, und online zu buchen ist günstiger und erspart dir das Anstehen.

Lohnt es sich, auf den Tokyo Tower hinaufzufahren?

Er ist günstiger als die neueren Türme und hat einen schönen Retro-Charme. Viele schauen sich den Tokyo Tower aber lieber von Roppongi Hills oder von den Strassen in der Umgebung aus an.

Wann ist die beste Zeit, eine Aussichtsplattform in Tokio zu besuchen?

Kurz vor Sonnenuntergang an einem klaren Wochentag. Im Winter ist die Sicht meist am klarsten.

Ein Aussichtspunkt ist eine tolle Möglichkeit, den Tag in der Stadt zu beginnen oder ausklingen zu lassen. Weitere Ideen findest du in meinem Guide mit Tipps für Tokio.

Autor

  • maxintokyo

    Max lebt in Tokyo, wo er Informatik studiert und auf Reisen weiterhin die Welt erkundet. Sein Interesse an Kulturen rund um den Globus hat sowohl seinen persönlichen als auch seinen akademischen Weg geprägt. Seinen Bachelor- und Masterabschluss machte er in der Schweiz. Danach verbrachte er als Austauschstudent ein Jahr in Südkorea. Später absolvierte er ein Masterprogramm an der Waseda University in Japan, wo er sein Fachwissen vertiefte und seinen internationalen Horizont erweiterte.
    Heute arbeitet Max in Tokyo als Senior Software Engineer in einer anspruchsvollen Position im Banken- und Finanzsektor. In seiner Arbeit verbindet er technisches Problemlösen mit Branchenkenntnissen. Er hat mehr als dreissig Länder bereist und bringt dadurch wertvolle praktische Erfahrungen in seine Projekte ein.

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