Mount fuji from nagasaki park – Lake Kawaguchiko Itinerary
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Die besten Aussichtspunkte am Fuji: Kawaguchiko, Hakone und mehr

7 min read

Die besten Orte für einen Blick auf den Fuji liegen rund um den Kawaguchiko-See, bei der Chureito-Pagode, in Hakone und im Fuji-Q Highland. Auch aus dem Shinkansen und von den Aussichtsplattformen in Tokio hast du gute Chancen auf einen Blick – ganz ohne Umweg. Am klarsten ist die Sicht meist früh am Morgen, zwischen Spätherbst und Frühlingsanfang, wenn die Luft trocken ist und sich seltener Wolken bilden.

Der Fuji zeigt sich bekanntlich oft von seiner scheuen Seite. Viele reisen bis zu den Seen und sehen am Ende nur Wolken. In diesem Guide fasse ich die Aussichtspunkte zusammen, über die ich geschrieben habe, erkläre dir, wann deine Chancen am besten stehen, und helfe dir dabei, den passenden Ausgangspunkt für deine Reise zu finden.

European-style alpine buildings and manicured gardens at the kawaguchiko music forest museum, featuring a direct background view of a snow-capped Mount Fuji across the lake from the home of the titanic orchestrion yamanashi.
Das Kawaguchiko Music Forest Museum – ein schöner Zwischenstopp in Seenähe.

Wann ist die beste Zeit, um den Fuji zu sehen?

  • Beste Jahreszeit: etwa von November bis Februar. Die Luft ist trocken und kalt, und der Fuji trägt meist seine Schneekappe.
  • Gute Jahreszeit: März, April und Oktober – mit Kirschblüten oder Herbstlaub als zusätzlichem Plus.
  • Schwierigste Jahreszeit: Juni bis August. Dann verbergen hohe Luftfeuchtigkeit, Dunst und die Regenzeit den Berg oft.
  • Beste Tageszeit: früh am Morgen. Ab dem späten Vormittag ziehen meist zunehmend Wolken auf.

Schau dir am Vorabend eine Live-Kamera oder den Wetterbericht für die Fuji-Fünf-Seen-Region an. Sieht die Prognose schlecht aus, tausch deinen Fuji-Tag gegen einen Tag in der Stadt.

Fuji-Aussichtspunkte auf einen Blick

AussichtspunktRegionBesonders geeignet fürAb Tokio
Ufer des Kawaguchiko-SeesFuji-Fünf-Seen-RegionSpiegelungen und klassische Nahansichtenetwa 2 Stunden mit Bus oder Zug
Chureito-PagodeFujiyoshidaDas ikonische Postkartenmotivetwa 2 Stunden
Fuji-Q HighlandFujiyoshidaFuji und Achterbahnenetwa 2 Stunden
Ashi-See und HakoneHakoneFuji, Onsen und Naturetwa 1,5 bis 2 Stunden
Fensterplatz im ShinkansenTokaido-LinieEin kostenloser Blick auf dem Weg nach Kyoto oder Osakaim Zug
Aussichtsplattformen in TokioTokioEin Blick aus der Ferne an besonders klaren Tagenin der Stadt

Kawaguchiko-See

Der Kawaguchiko-See ist der beliebteste Ausgangspunkt für Fuji-Aussichten und von Tokio aus am einfachsten unter den Fuji-Fünf-Seen zu erreichen. Vom Nordufer blickst du über das Wasser auf den Fuji; an windstillen Morgen spiegelt er sich oft im See. Der Oishi Park ist ein beliebter Ort, an dem saisonale Blumen den Berg in Szene setzen. Rund um den See verkehren Sightseeing-Busse, sodass du bequem von einem Aussichtspunkt zum nächsten kommst – ganz ohne Auto.

In meinem Reiseplan für den Kawaguchiko-See findest du die ganze Route. Das Kawaguchiko Music Forest Museum ist ein schöner Zwischenstopp in Seenähe und versprüht europäisches Flair.

A panoramic view of Mount Fuji across a blue lake from the quiet pebble shoreline of Nagasaki Park, with tall green and golden pampas grass framing the left foreground.
Der Fuji über dem Kawaguchiko-See, gesehen vom Nagasaki Park.

Der Lawson mit dem Fuji im Hintergrund

Einer der meistfotografierten Fuji-Ausblicke Japans zeigt einen ganz gewöhnlichen Convenience-Store: den Lawson, nur einen kurzen Spaziergang vom Bahnhof Kawaguchiko entfernt. Dahinter scheint der Berg direkt auf dem Dach zu stehen. 2024 stellte der Ort für einige Monate eine schwarze Sichtschutzwand auf, weil Menschenmengen für Fotos immer wieder auf die Strasse traten. Im August 2024 wurde sie wieder entfernt. Mach dein Foto also vom Trottoir aus, halte die Strasse frei und sei zügig. Früh am Morgen ist es am ruhigsten und die Sicht oft am klarsten.

The Lawson convenience store near Kawaguchiko Station with Mount Fuji rising right behind it
Der berühmte Lawson beim Bahnhof Kawaguchiko, direkt vor dem Fuji.

Chureito-Pagode

Die fünfstöckige Pagode im Arakurayama-Sengen-Park mit dem Fuji im Hintergrund zählt zu den meistfotografierten Ansichten Japans. Zur Aussichtsplattform gelangst du über eine lange Treppe mit mehreren hundert Stufen – zieh also gute Schuhe an. Besonders berühmt ist der Blick während der Kirschblüte im April und der Herbstfärbung im November. Dann ist es sehr voll. Geh zum Sonnenaufgang hin: Dann sind weniger Leute unterwegs und das Licht ist am schönsten.

Hier handelt es sich um ein Wohnquartier. Sei deshalb leise, bleib auf öffentlichen Wegen und blockiere für Fotos keine lokalen Strassen.

A manicured European-style alpine garden with winding canals, small stone bridges, and old-fashioned cottage buildings at the Kawaguchiko Music Forest Museum, featuring a clear view of Mount Fuji in the background.
Die Gärten im europäischen Stil des Music Forest Museum.

Fuji-Q Highland

Fuji-Q Highland ist ein Freizeitpark direkt am Fuss des Fuji, bekannt für einige der aufregendsten Achterbahnen Japans. An klaren Tagen ragt der Berg über dem Park auf, und bei einigen Fahrgeschäften hast du von oben eine einzigartige Aussicht auf den Fuji. Der Park ist eine gute Wahl, wenn du Nervenkitzel und Sightseeing verbinden möchtest. In meinem Guide zu Fuji-Q Highland findest du Infos zu Tickets und praktische Tipps.

Hakone

Hakone liegt weiter vom Berg entfernt als die Fuji-Fünf-Seen-Region, verbindet aber den Blick auf den Fuji mit Onsen, Museen und Bootsfahrten auf dem See. Zu den beliebten Aussichtspunkten zählen der Ashi-See mit dem roten Torii-Tor des Hakone-Schreins und den Ausflugsbooten, die Hakone-Seilbahn über das Vulkantal Owakudani sowie verschiedene Aussichtspunkte auf den Hügeln entlang der Strecke. Da der Fuji weiter entfernt ist, wird er hier häufiger von Wolken verdeckt. Hakone eignet sich deshalb am besten für einen Ausflug, bei dem der Blick auf den Fuji ein Bonus und nicht das einzige Ziel ist.

Hier geht es zu meinem Guide zu den besten Aussichtspunkten auf den Fuji in Hakone.

Large crowds of tourists taking photos next to a sprawling field of blue flowers at Oishi Park, with Mount Fuji standing under a clear sky across the lake.
Der Oishi Park, einer der beliebtesten Aussichtspunkte auf den Fuji bei Kawaguchiko.

Weitere Aussichtspunkte mit guter Sicht auf den Fuji

Aus dem Shinkansen

Wenn du mit dem Tokaido-Shinkansen von Tokio nach Kyoto oder Osaka fährst, kommst du etwa 40 bis 45 Minuten nach der Abfahrt aus Tokio am Fuji vorbei, in der Gegend um den Bahnhof Shin-Fuji. Auf der Fahrt Richtung Osaka solltest du einen Fensterplatz auf der rechten Seite buchen (in den normalen Wagen Platz E). Auf der Rückfahrt nach Tokio liegt der Fuji links. Der Ausblick dauert nur ein paar Minuten – halte also deine Kamera bereit.

Von Tokio und der Küste aus

An sehr klaren Wintertagen kannst du den Fuji von Tokios hohen Aussichtsplattformen und Wolkenkratzern aus sehen, auch wenn er am Horizont klein wirkt. Entlang der Küste südlich von Tokio bieten Enoshima und Teile der Shonan-Küste ebenfalls Ausblicke auf den Fuji über dem Wasser, besonders bei Sonnenuntergang. Mein Guide zu Kamakura und Enoshima beschreibt einen schönen Tagesausflug, bei dem ein Blick auf den Fuji ein netter Bonus ist.

Wo du mit Blick auf den Fuji übernachten kannst

  • Kawaguchiko-See: der beste Ausgangspunkt für den Blick auf den Sonnenaufgang. Es gibt viele Hotels und Ryokan, manche davon mit Zimmern und Bädern mit Blick auf den Fuji.
  • Fujiyoshida: nahe der Chureito-Pagode und Fuji-Q Highland und oft günstiger als Hotels direkt am See.
  • Hakone: ideal, wenn du in einem klassischen Onsen-Ryokan übernachten möchtest und dir ein weiter entfernter Blick auf den Fuji genügt.
  • Tokio: eignet sich für einen Tagesausflug, wenn du einen klaren Tag wählst und früh losfährst.

Wenn du ein Zimmer mit Blick auf den Fuji buchst, schau dir die Fotos und Bewertungen genau an, denn die Aussicht hängt davon ab, auf welchem Stockwerk und auf welcher Gebäudeseite das Zimmer liegt.

Tipps für den Blick auf den Fuji

  • Plane deinen Fuji-Ausflug flexibel und prüfe zuerst die Wettervorhersage und Live-Webcams.
  • Übernachte wenn möglich in der Nähe der Seen. Bei Sonnenaufgang ist die Sicht oft am klarsten, und du entgehst dem Andrang der Tagesausflügler.
  • Nimm im Winter warme Kleidung zum Überziehen mit. Morgens kann es in Seenähe deutlich unter null Grad sein.
  • Verhalte dich an beliebten Fotospots in Wohngebieten rücksichtsvoll. Nach Problemen mit zu vielen Besuchenden haben manche Orte Absperrungen und Regeln eingeführt.
  • Ziehe einen Besuch unter der Woche in Betracht. An Wochenenden und Feiertagen ist der Verkehr aus Tokio stark.

Häufig gestellte Fragen

Wo sieht man den Fuji am besten?

Am Kawaguchiko-See und bei der Chureito-Pagode hast du besonders zuverlässige Ausblicke aus nächster Nähe. Hakone ist ideal, wenn du auch Onsen und Museen besuchen möchtest.

In welchem Monat ist der Fuji am besten zu sehen?

Der Winter, ungefähr von November bis Februar, ist die zuverlässigste Zeit. Im Sommer ist die Sicht am schlechtesten.

Kann man den Fuji von Tokio aus sehen?

Ja, an klaren Tagen, besonders an Wintermorgen, von Aussichtsplattformen und hohen Gebäuden aus. Er wirkt klein und weit entfernt.

Auf welcher Seite des Shinkansen sieht man den Fuji?

Auf der Fahrt von Tokio Richtung Kyoto und Osaka auf der rechten Seite; in normalen Wagen ist das Sitz E. Auf der Rückfahrt auf der linken Seite.

Ist Hakone oder Kawaguchiko besser, um den Fuji zu sehen?

Kawaguchiko liegt näher und bietet bessere Ausblicke auf den Fuji. Hakone bietet mit Onsen, Museen und Bootsfahrten auf dem See mehr Abwechslung.

Solltest du in der Nähe des Fuji übernachten?

Wenn dir der Fuji wichtig ist: ja. Am frühen Morgen stehen die Chancen auf klare Sicht am besten, und wenn du in der Nähe übernachtest, kannst du den Sonnenaufgang ganz einfach erleben.

Der Fuji ist eines der besten Ziele für einen Tagesausflug ab der Stadt. Weitere Ideen findest du in meiner Liste mit Tagesausflügen ab Tokio.

Autor

  • maxintokyo

    Max lebt in Tokyo, wo er Informatik studiert und auf Reisen weiterhin die Welt erkundet. Sein Interesse an Kulturen rund um den Globus hat sowohl seinen persönlichen als auch seinen akademischen Weg geprägt. Seinen Bachelor- und Masterabschluss machte er in der Schweiz. Danach verbrachte er als Austauschstudent ein Jahr in Südkorea. Später absolvierte er ein Masterprogramm an der Waseda University in Japan, wo er sein Fachwissen vertiefte und seinen internationalen Horizont erweiterte.
    Heute arbeitet Max in Tokyo als Senior Software Engineer in einer anspruchsvollen Position im Banken- und Finanzsektor. In seiner Arbeit verbindet er technisches Problemlösen mit Branchenkenntnissen. Er hat mehr als dreissig Länder bereist und bringt dadurch wertvolle praktische Erfahrungen in seine Projekte ein.

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