Die Wahl der Unterkunft in Tokio ist schwieriger, als es zunächst scheint. Die Stadt ist riesig, hat kein einzelnes «Zentrum», und im falschen Viertel kann jede Fahrt mit dem Zug deinen Tagesplan um eine Stunde verlängern. Ich habe drei Jahre in Tokio gelebt, an der Waseda-Universität meinen Master gemacht und in Suginami gewohnt, dem ruhigen Wohnviertel rund um Ogikubo, Asagaya und Koenji. In dieser Zeit habe ich in fast allen Gegenden dieses Guides übernachtet oder sie erkundet und vielen Freunden aus der Schweiz bei der Hotelwahl geholfen.
In diesem Guide stelle ich dir die besten Viertel für einen Aufenthalt in Tokio vor, erkläre, für wen sie sich eignen, wie gut sie angebunden sind und mit welchen Preisen du ungefähr rechnen musst. Am Ende findest du eine kurze Entscheidungstabelle und ausführliche Antworten auf häufige Fragen.
Wo in Tokio übernachten: die kurze Antwort
- Erste Reise, du willst alles erleben: Shinjuku.
- Jung, Shopping und Nachtleben: Shibuya.
- Shinkansen-Tagesausflüge und Komfort: Tokyo Station, Ginza oder Shinagawa.
- Traditionelles Flair und tiefere Preise: Asakusa oder Ueno.
- Ankunft in Narita: Ueno (direkt mit dem Skyliner) oder Tokyo Station (mit dem Narita Express). In meinem Guide von Narita und Haneda nach Tokio vergleiche ich alle Möglichkeiten.
- Ankunft am Flughafen Haneda: Shinagawa.
- Tokio im Alltag erleben: Koenji, Kichijoji, Nakano oder Shimokitazawa.
So findest du das richtige Viertel in Tokio
Drei Regeln machen die Entscheidung viel einfacher. Erstens: Übernachte in der Nähe einer Station an der JR Yamanote Line, der Ringlinie, die Shinjuku, Shibuya, Ikebukuro, Ueno, Akihabara, den Bahnhof Tokio und Shinagawa verbindet. Zweitens: Denk an deinen Flughafen und deine Tagesausflüge: Narita erreichst du am einfachsten von Ueno und dem Bahnhof Tokio aus, Haneda von Shinagawa aus. Shinkansen-Fahrten nach Kyoto oder Hiroshima starten am Bahnhof Tokio oder in Shinagawa. Drittens: Überleg dir, ob du lieber Trubel oder Ruhe möchtest. Auf der Westseite (Shinjuku, Shibuya) ist es geschäftig und modern, auf der Ostseite (Asakusa, Ueno) traditioneller und meist günstiger.
Hotelzimmer in Tokio sind nach europäischen Massstäben klein. In einem Businesshotel ist ein Doppelzimmer mit 12 bis 15 Quadratmetern ganz normal. Wenn du mit grossen Koffern reist, prüf vor der Buchung die Zimmergrösse. In meinem Ratgeber dazu, wie Hotels in Japan eingestuft werden, erfährst du, was dich in den verschiedenen Kategorien erwartet. Zur Kirschblütenzeit und anderen beliebten Reisezeiten solltest du Monate im Voraus buchen. In meinem Ratgeber dazu, was du für Japan im Voraus buchen solltest, findest du den vollständigen Zeitplan.

Tokios Hotelpreise auf einen Blick
| Unterkunft | Üblicher Preis pro Nacht | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Kapselhotel oder Hostelbett | ca. ¥3,500 bis ¥7,000 | Gemeinschaftsbäder, Schliessfächer, oft Etagen nur für Männer |
| Businesshotel (APA, Toyoko Inn) | ca. ¥10,000 bis ¥18,000 | Kleine, aber saubere Zimmer in guter Lage |
| Mittelklassehotel | ca. ¥18,000 bis ¥35,000 | Mehr Platz, bessere Aussicht, manchmal Bäder im Onsen-Stil |
| Luxushotel | ab ca. ¥50,000 | Vor allem in Ginza, Marunouchi, Roppongi und Shinjuku |
| Ryokan oder Onsen-Gasthaus | sehr unterschiedlich | Im Zentrum Tokios selten; in Hakone gibt es mehr davon |
Ueno, Asakusa und Ikebukuro sind für denselben Hoteltyp meist günstiger als Shinjuku und Shibuya. Aktuelle Preise für Hotels in Tokio findest du auf Agoda.
Shinjuku: Die beste Basis für alles
Wenn du dir nur einen Namen merken kannst, dann Shinjuku. Hier befindet sich der geschäftigste Bahnhof der Welt: mit JR-Linien, drei U-Bahn-Linien, privaten Bahnen nach Hakone und zum Fuji sowie dem Busta-Busterminal direkt darüber. Von hier erreichst du Shibuya in etwa 7 Minuten und den Bahnhof Tokio mit der JR-Chūō-Schnellbahnlinie in weniger als 15 Minuten.
Westlich des Bahnhofs stehen Wolkenkratzer und grosse Hotels. Östlich davon findest du Restaurants, Warenhäuser und Nachtleben – darunter die winzigen Bars von Golden Gai, die Yakitori-Gasse Omoide Yokocho und die günstigen Stehbars. Kabukicho, das grosse Vergnügungsviertel, ist sicher zum Herumlaufen, aber es gibt dort Anwerber und überteuerte Bars. Lies meinen Kabukicho-Guide, bevor du dich dort ins Nachtleben stürzt.
- Am besten für: Erstbesucher, Nachtleben und Tagesausflüge nach Hakone und zum Fuji.
- Nachteil: Der Bahnhof ist ein Labyrinth, und Hotels in der Nähe von Kabukicho können laut sein.
- Mein Tipp: Übernachte ein paar Minuten von den südlichen oder westlichen Ausgängen entfernt, wo es ruhiger ist. Shinjuku Gyoen eignet sich perfekt für einen Morgenspaziergang.

Shibuya: Shopping, Jugendkultur und Nachtleben
Shibuya ist das Tokio, das man von Postkarten kennt: die Scramble Crossing, riesige Bildschirme, Modegeschäfte und Ausblicke von der Dachterrasse des Shibuya Sky. Der Stadtteil ist ein toller Ausgangspunkt, wenn du shoppen, ausgehen und zu Fuss nach Harajuku und Omotesando laufen möchtest. Shibuya liegt an den Linien Yamanote, Ginza, Hanzomon und Fukutoshin sowie an der Keio-Inokashira-Linie nach Kichijoji.
- Ideal für: junge Reisende, Shopping, Nachtleben und Cafés.
- Nachteil: Hotels sind oft teurer, und die Sehenswürdigkeiten im Osten wie Asakusa und Ueno sind weiter entfernt.
- In der Nähe: Der Spaziergang von Harajuku nach Shibuya über den Meiji-Schrein gehört zu meinen liebsten Tagen in Tokio.
Tokyo Station, Marunouchi und Ginza: Komfort und gute Verbindungen
Tokyo Station ist der Knotenpunkt für alle Shinkansen-Linien und den Narita Express. Damit ist der Bahnhof ideal, wenn du Tagesausflüge planst oder weiter nach Kyoto, Osaka oder Hiroshima reist. Marunouchi rund um den Bahnhof ist ein Geschäftsviertel mit eleganten Hotels. Ginza, nur eine Station entfernt, ist Tokios Luxus-Einkaufsstrasse mit Warenhäusern und Galerien und bietet abends eine ruhige Atmosphäre. Schau dir meinen Ginza-Reiseführer an und verpasse die Tokyo Ramen Street im Bahnhof nicht.
- Ideal für: Shinkansen-Reisen, Paare und Reisende, die Komfort und ruhige Abende schätzen.
- Nachteil: die teuerste Gegend für Hotels und nachts eher ruhig.
- Flughafen: Mit dem Narita Express kommst du nach Narita, und nach Haneda gibt es gute Verbindungen.

Asakusa: Das alte Tokio und gute Preise
In Asakusa findest du den Senso-ji, Tokios ältesten Tempel, die Einkaufsstrasse Nakamise-dori, Rikschas und kleine traditionelle Restaurants. Abends gehen die Menschenmengen zurück und es wird ruhig – mit Blick auf den beleuchteten Tempel und den Skytree. Hotels und Hostels sind oft günstiger als im Westen der Stadt. Mit der Toei-Asakusa-Linie kommst du bei einigen Verbindungen direkt zu den Flughäfen Haneda und Narita.
- Ideal für: Kultur, Familien, preisbewusste Reisende und eine traditionelle Atmosphäre.
- Nachteil: Nach Shinjuku brauchst du etwa 35 bis 40 Minuten. Abends in Shibuya oder Shinjuku unterwegs zu sein, bedeutet also längere Fahrten.
- Tipp: Miete dir einen Kimono in Asakusa.
Ueno: Die clevere Wahl für Narita
Ueno ist einer der praktischsten Ausgangspunkte in Tokio. Der Keisei Skyliner fährt von Keisei Ueno in etwa 40 bis 50 Minuten zum Flughafen Narita. Ausserdem liegt Ueno an der JR-Yamanote-Linie und ist ein Shinkansen-Halt. Im Ueno-Park findest du einige der besten Museen der Stadt sowie den Zoo, und die Marktstrasse Ameyoko ist voller günstiger Essensstände. Hotels bieten hier meist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Du kannst vergünstigte Skyliner-Tickets online buchen, bevor du ankommst.
- Ideal für: Ankünfte aus Narita, Museen und preiswerte Businesshotels.
- Nachteil: weniger elegant als Ginza oder Shinjuku und abends ruhiger.
- In der Nähe: ein kulinarischer Spaziergang von Okachimachi nach Akihabara.
Ikebukuro: Gross, lokal und weniger touristisch
Ikebukuro ist ein riesiges Bahnhofsumfeld mit Warenhäusern, Sunshine City, Anime-Läden und vielen Restaurants – aber mit deutlich weniger Touristinnen und Touristen als in Shinjuku. Der Stadtteil liegt an der Yamanote-Linie. Shinjuku erreichst du in wenigen Minuten, und mit dem Zug kommst du nach Saitama und Kawagoe. Für vergleichbare Hotels sind die Preise tiefer als in Shinjuku. Ich mag Ikebukuro wegen des Essensangebots: von Halal-Essen bis zu Themenbars.
- Ideal für: gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, Anime-Fans und lokales Flair mit den Vorzügen einer Grossstadt.
- Nachteil: Weniger bekannte Sehenswürdigkeiten sind zu Fuss erreichbar.
Roppongi: Nachtleben, Kunst und Expats
Roppongi ist für sein internationales Nachtleben bekannt, aber auch ein Kunstviertel. Das Mori Art Museum, das National Art Center und teamLab Borderless in den Azabudai Hills befinden sich in der Nähe. Hier gibt es Luxushotels und viele Restaurants, die bei Expats beliebt sind. Einen JR-Bahnhof gibt es nicht, daher bist du auf die U-Bahn-Linien Hibiya und Oedo angewiesen.
- Am besten für: Nachtleben, Kunstfans und Luxusreisende.
- Nachteil: keine JR-Linie, und in einigen Bars an der Hauptstrasse sprechen dich aufdringliche Anwerber an. Im Dezember ist die Weihnachtsbeleuchtung in Roppongi wunderschön.
Akihabara: Anime, Elektronik und praktische Lage
Akihabara ist das Zentrum für Anime, Games und Elektronikgeschäfte und mit dem JR nur etwa vier Minuten vom Bahnhof Tokio entfernt. Die meisten Hotels sind Businesshotels, wodurch die Preise erschwinglich bleiben. Wenn du Anime liebst oder ein Maid-Café besuchen möchtest, ist das ein unterhaltsamer Ausgangspunkt.
- Am besten für: Anime-Fans, kurze Aufenthalte und eine zentrale Lage.
- Nachteil: Im Vergleich zu Shinjuku haben nur wenige Restaurants bis spät geöffnet, und die Gegend wirkt geschäftlich.
Shinagawa: Ideal für Haneda und den Shinkansen
Shinagawa ist nicht besonders aufregend, aber sehr praktisch. Mit der Keikyu-Linie erreichst du den Flughafen Haneda in etwa 15 bis 20 Minuten. Der Tokaido-Shinkansen nach Kyoto und Osaka hält hier ebenso wie der Narita Express. In der Gegend gibt es viele grosse Hotels. Sie eignet sich gut für Geschäftsreisende oder für die erste und letzte Nacht einer Reise. Im Frühling findest du in Shinagawa Orte mit Kirschblüten, an denen es nicht so voll ist.
Übernachten wie Einheimische: Koenji, Kichijoji, Nakano und Shimokitazawa
Diesen Teil von Tokio kenne ich am besten. Ich habe jahrelang in Suginami gelebt. Wenn du die grossen Sehenswürdigkeiten schon gesehen hast, zeigt dir ein Aufenthalt in einem Wohnviertel westlich von Shinjuku eine ganz andere Stadt. Diese Gegenden liegen an der JR-Chuo-Linie oder an den Odakyu- und Keio-Linien, etwa 5 bis 15 Minuten von Shinjuku entfernt.
- Koenji: Vintage-Läden, Livemusik und günstige Izakaya. Lies meinen Koenji-Guide. Beachte, dass die Chuo-Schnelllinie am Wochenende nicht in Koenji hält. Nimm dann die lokale Chuo-Sobu-Linie.
- Asagaya: Überdachte Einkaufsstrassen und tolle kleine Restaurants – mehr dazu in meinem Asagaya-Food-Guide.
- Kichijoji: der Inokashira-Park, Cafés und das Ghibli-Museum ganz in der Nähe. Das Viertel gehört zu den beliebtesten Wohngegenden Tokios. Lies meinen Kichijoji-Guide.
- Nakano: Nakano Broadway für Anime und Sammlerstücke, nur etwa fünf Minuten von Shinjuku entfernt.
- Shimokitazawa: unabhängige Läden, Vintage-Mode und Cafés, unweit von Shibuya und Shinjuku.
Hier gibt es weniger Hotels. Buche also früh oder schau nach Apartments. Dafür erwarten dich ruhige Abende, günstigeres Essen und das Gefühl, wirklich in Tokio zu leben.
Welches Viertel passt zu dir?
| Deine Priorität | Bestes Viertel | Zweite Wahl |
|---|---|---|
| Erster Besuch, alles in der Nähe | Shinjuku | Shibuya |
| Shinkansen und Tagesausflüge | Tokyo Station | Shinagawa |
| Flughafen Narita | Ueno | Tokyo Station |
| Flughafen Haneda | Shinagawa | Asakusa |
| Budget | Ueno | Asakusa oder Ikebukuro |
| Nachtleben | Shinjuku | Shibuya oder Roppongi |
| Familien | Asakusa | Tokyo Station |
| Paare und Luxus | Ginza | Roppongi |
| Anime und Games | Akihabara | Ikebukuro oder Nakano |
| Lokales Leben | Koenji oder Kichijoji | Shimokitazawa |
Vom Flughafen zum Hotel
- Narita nach Ueno oder Nippori: Keisei Skyliner, ab etwa 36 Minuten, ungefähr ¥2,580. Skyliner-Tickets buchen.
- Narita zur Tokyo Station oder nach Shinjuku: Narita Express, etwa 1 Stunde bis Tokyo und bis zu rund 1 Stunde 40 Minuten bis Shinjuku. Gäste aus dem Ausland können ein ermässigtes Hin- und Rückfahrtticket kaufen.
- Narita mit dem Bus: Flughafen-Limousinenbusse fahren viele grosse Hotels an. Das dauert länger, ist mit Gepäck aber unkompliziert.
- Haneda nach Shinagawa: mit der Keikyu-Linie, etwa 15 bis 20 Minuten und ein paar hundert Yen.
- Haneda nach Hamamatsucho: mit der Tokyo Monorail in etwa 13 Minuten, danach geht es mit der Yamanote-Linie weiter.
Wenn du in der Stadt bist, erleichtern dir eine IC-Karte wie Suica oder PASMO oder ein Tokyo Subway Ticket für unbegrenzte U-Bahn-Fahrten das Fortbewegen. Mobiles Internet wirst du ebenfalls von Anfang an brauchen; in meinem Ratgeber zu eSIM und Pocket WiFi in Japan vergleiche ich die Möglichkeiten.
Meine Tipps, um ein Hotel in Tokio zu buchen
- Buche frühzeitig für die Kirschblütenzeit, die Golden Week und Herbstwochenenden.
- Prüfe, wie lange du zu Fuss bis zum Bahnhof brauchst, und verlasse dich nicht nur auf den Namen des Bahnhofs. Manche Hotels in «Shinjuku» sind 15 Minuten vom Bahnsteig entfernt.
- Achte auf die Zimmergrösse in Quadratmetern, wenn du mit grossem Gepäck reist.
- Nutze eine Gepäckweiterleitung (Takkyubin), wenn du zwischen Städten unterwegs bist. So musst du deine Koffer nicht durch die Bahnhöfe schleppen.
- Hab keine Angst vor dem Osten der Stadt. Ueno und Asakusa bieten oft ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis und sind sehr sicher. Tokio zählt insgesamt zu den sichersten Städten, die ich kenne, wie ich auch in Ist Tokio sicher? erkläre.
Häufige Fragen zur Unterkunft in Tokio
In welchem Viertel sollte ich bei meinem ersten Besuch in Tokio übernachten?
Shinjuku ist für den ersten Besuch die beste Wahl für alle Fälle. Die Zugverbindungen sind ausgezeichnet, es gibt Hotels jeder Art, viele Restaurants und ein reges Nachtleben sowie Direktverbindungen nach Hakone und zum Fuji. Shibuya ist eine gute Alternative, wenn du lieber in einem jüngeren Viertel mit vielen Einkaufsmöglichkeiten übernachtest.
Ist es besser, in Shinjuku oder Shibuya zu übernachten?
Shinjuku bietet bessere Verbindungen, mehr Hotelauswahl und ein vielfältigeres Nachtleben. Shibuya ist kompakter, trendiger und besser zum Einkaufen. Beide Viertel liegen an der Yamanote-Linie und sind nur etwa sieben Minuten voneinander entfernt – mit keinem von beiden machst du etwas falsch.
Wo sollte ich in Tokio übernachten, wenn ich in Narita ankomme?
Ueno ist dank der direkten Verbindung mit dem Keisei Skyliner am praktischsten. Auch der Bahnhof Tokio ist mit dem Narita Express gut erreichbar. Shinjuku ist ebenfalls eine gute Wahl, allerdings dauert die Zugfahrt länger.
Wo übernachte ich in Tokio am besten, wenn ich am Flughafen Haneda ankomme?
Am einfachsten ist Shinagawa: Mit der Keikyu-Linie bist du in etwa 15 bis 20 Minuten dort. Auch Asakusa und Hamamatsucho sind direkt angebunden.
Welches Viertel in Tokio ist am günstigsten?
Ueno, Asakusa und Ikebukuro bieten bei Businesshotels und Hostels meist das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Kapselhotels gibt es überall in der Stadt. Für Alleinreisende sind sie die günstigste Option.
Wie viel kostet ein Hotel in Tokio pro Nacht?
Für ein Kapselhotel oder ein Bett im Hostel zahlst du ungefähr ¥3’500 bis ¥7’000, für ein Doppelzimmer im Businesshotel ¥10’000 bis ¥18’000, für ein Hotel der mittleren Preisklasse ¥18’000 bis ¥35’000 und für ein Luxushotel ab etwa ¥50’000. Während der Kirschblüte und an Feiertagen steigen die Preise stark.
Ist es sicher, in Kabukicho zu übernachten?
Kabukicho ist im Allgemeinen sicher, und viele Hotels liegen in der Nähe. Die grössten Risiken sind Anwerber und überteuerte Bars. Geh niemandem nach, der dich auf der Strasse anspricht, dann bist du auf der sicheren Seite.
Lohnt es sich, in der Nähe einer Station der JR Yamanote-Linie zu übernachten?
Ja. Die Yamanote-Linie verbindet die meisten wichtigen Viertel und ist im JR Pass inbegriffen. Wenn du nur ein paar Minuten von einer Station der Yamanote-Linie entfernt übernachtest, wird fast jeder Tag einfacher.
Soll ich während der ganzen Reise in derselben Gegend übernachten?
Bei einer Reise von höchstens einer Woche ist meist eine einzige Unterkunft am besten, denn ein Hotelwechsel kostet Zeit. Bei längeren Reisen lässt sich der Aufenthalt gut aufteilen: zum Beispiel zwischen einem zentralen Viertel wie Shinjuku und einem ruhigeren wie Asakusa oder einem lokalen Quartier.
Sind Hotelzimmer in Tokio wirklich so klein?
Viele Zimmer in Businesshotels sind 12 bis 15 Quadratmeter gross. Wenn du mehr Platz brauchst, schau nach «Superior»- oder «Deluxe»-Zimmern, Apartmenthotels oder Hotels der mittleren Preisklasse und prüfe vor der Buchung die Zimmergrösse.
Wo sollten Familien in Tokio übernachten?
Asakusa, Ueno und die Gegend rund um den Bahnhof Tokio sind ruhig, zentral und liegen in der Nähe von Museen, Parks und Tempeln. Grössere Familienzimmer findest du eher in Mittelklassehotels und Apartmenthotels.
Kann ich in Tokio in einem traditionellen Ryokan übernachten?
Es gibt einige, vor allem in Asakusa und Ueno. Die schönsten Ryokan-Erlebnisse findest du aber ausserhalb der Stadt. Ich empfehle dir eine Nacht in Hakone. In meinem Ryokan-Guide erkläre ich dir, wie das funktioniert.
Abschliessende Gedanken
Das perfekte Viertel in Tokio gibt es nicht – nur das, das zu deiner Reise passt. Für die meisten, die zum ersten Mal hier sind, sind Shinjuku und Shibuya am unkompliziertesten. Wenn du ruhige Abende und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, entscheide dich für Ueno oder Asakusa. Und wenn du erleben möchtest, wie die Menschen in Tokio wirklich leben, verbringe ein paar Nächte in Koenji, Asagaya oder Kichijoji – den Vierteln, in denen ich selbst gewohnt habe.
Weitere Ideen findest du in meiner Liste mit Aktivitäten in Tokio, in meinem Guide zum Nachtleben in Tokio und im Japan Insider Hub.
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