Ramen ogikubo – The Complete Japanese Food Guide
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Japanisch für Reisende: wichtige Grundkenntnisse

7 min read

Du musst kein Japanisch sprechen, um durch Japan zu reisen. Mit ein paar Wendungen wird der Alltag aber einfacher und freundlicher. Besonders nützlich sind Begrüssungen, «Danke» und «Entschuldigung», dazu einige Sätze für Restaurants, Geschäfte und Züge. Wenn du etwa zwanzig Wendungen lernst, kommst du in fast jeder alltäglichen Situation zurecht.

Hier findest du die wichtigsten japanischen Wendungen für Reisende, mit einfacher Aussprachehilfe und Tipps dazu, wann du sie verwendest. Ich habe an der Waseda Informatik studiert und drei Jahre in Tokio gelebt. Diese Wendungen wirst du im Alltag ständig hören.

Spicy miso ramen at Ogikubo ramen restaurant in Tokyo with rich pork broth, handmade noodles, chashu pork, soft-boiled egg, and spicy miso seasoning.
In Restaurants kannst du dein Japanisch besonders oft anwenden – zum Beispiel hier in einem Ramen-Laden in Ogikubo.

Japanisch aussprechen

Die Aussprache des Japanischen ist einfacher, als viele denken. Die Vokale werden immer gleich ausgesprochen:

  • a wie in «Vater»
  • i wie in «Maschine»
  • u wie in «gut», aber kürzer
  • e wie in «Bett»
  • o wie in «Sohn»

Das «u» am Ende von Wörtern wie «desu» und «masu» ist oft kaum hörbar. «Arigatou gozaimasu» klingt deshalb eher wie «arigatoo gozaimas». Mach dir keine Sorgen, wenn es nicht perfekt klingt. Die Leute schätzen es, dass du es versuchst.

Wichtige Begrüssungen und Grundlagen

DeutschJapanischWann du es verwendest
HalloKonnichiwaTagsüber
Guten MorgenOhayou gozaimasuBis etwa am späten Vormittag
Guten AbendKonbanwaAm Abend
Danke (höflich)Arigatou gozaimasuImmer
Entschuldigung / Tut mir leidSumimasenUm Aufmerksamkeit zu bekommen, dich zu entschuldigen oder dich zu bedanken
Ja / NeinHai / Iie«Iie» kann ziemlich deutlich klingen; oft wird es etwas abgeschwächt
Bitte (beim Anbieten oder Bitten)OnegaishimasuWenn du um etwas bittest
Ich verstehe nichtWakarimasenWenn du dem Gespräch nicht mehr folgen kannst
Sprechen Sie Englisch?Eigo wa hanasemasu ka?Freundlich fragen, ohne es einfach vorauszusetzen

Wenn du nur ein Wort lernst, dann sumimasen. Es bedeutet «Entschuldigung» oder «Tut mir leid» und kann auch ein beiläufiges «Danke» sein, wenn dir jemand hilft.

Als Student in Tokio habe ich am häufigsten sumimasen und … wa doko desu ka? («Wo ist …?») verwendet. Und natürlich die Selbstvorstellung, die du bei neuen Bekanntschaften immer wieder sagst: Suisu-jin desu («Ich bin Schweizer»), sanjussai desu («Ich bin 30 Jahre alt») und Waseda daigaku no gakusei desu, konpyuuta saiensu o benkyou shite imasu («Ich studiere an der Waseda Informatik»).

Wendungen für Restaurants und Izakaya

In Restaurants wirst du Japanisch am häufigsten brauchen. Viele Lokale haben Bildmenüs oder Tablets, aber diese Wendungen sind trotzdem hilfreich:

  • Futari desu: «Wir sind zu zweit.» Ersetze die Zahl: hitori (1), futari (2), sannin (3), yonin (4).
  • Kore o kudasai: «Das hier, bitte.» Zeige auf den Menüeintrag.
  • Osusume wa nan desu ka?: «Was empfehlen Sie?»
  • Nama biiru, onegaishimasu: «Ein gezapftes Bier, bitte.»
  • Mizu o kudasai: «Wasser, bitte.»
  • Okaikei onegaishimasu: «Die Rechnung, bitte.»
  • Itadakimasu: sagt man vor dem Essen.
  • Gochisousama deshita: sagt man nach dem Essen. Eine nette Art, sich beim Gehen beim Personal zu bedanken.

Mehr über die Esskultur erfährst du in meinem Guide zur japanischen Küche.

Japanese menu with prices at a standing bar in Shinjuku
In vielen kleinen Bars und Izakaya gibt es nur japanische Speisekarten. Mit «kore o kudasai» und einem Zeigen kommst du schon weit.

Wendungen zum Einkaufen und im Convenience Store

  • Ikura desu ka?: «Wie viel kostet das?»
  • Kaado de ii desu ka?: «Kann ich mit Karte bezahlen?»
  • Fukuro wa iranai desu: «Ich brauche keine Tasche.» Taschen kosten normalerweise ein paar Yen.
  • Atatamete kudasai: «Bitte wärmen Sie es auf.» Nützlich für Bento aus dem Konbini.
  • Daijoubu desu: «Das ist in Ordnung» oder «Nein, danke.» Sehr praktisch, wenn die Person an der Kasse fragt, ob du Stäbchen, eine Tasche oder eine Quittung brauchst.

Das Personal im Convenience Store stellt oft gleich mehrere kurze Fragen. Wenn du unsicher bist, reicht «daijoubu desu» mit einem Lächeln normalerweise aus. In meinem Guide zu Japans Convenience Stores erfährst du, was dort typischerweise gefragt wird.

Wendungen für Züge und unterwegs

  • … wa doko desu ka?: «Wo ist …?» Zum Beispiel: «Eki wa doko desu ka?» (Wo ist der Bahnhof?)
  • Toire wa doko desu ka?: «Wo ist die Toilette?»
  • Kono densha wa … ni ikimasu ka?: «Fährt dieser Zug nach …?»
  • Kippu: Ticket. Eki: Bahnhof. Deguchi: Ausgang.
  • Massugu: geradeaus. Migi: rechts. Hidari: links.

Mit einer IC-Karte musst du gar keine Tickets kaufen und brauchst am Bahnhof entsprechend weniger Wendungen. Hier findest du meinen Guide zur Suica-IC-Karte.

Exterior of a Lawson convenience store in the Koenji neighborhood of Tokyo, featuring the iconic blue and white Lawson Station sign with Japanese text for ATM and alcohol services, a useful resource for a Japan convenience store guide.
Das Personal im Konbini stellt an der Kasse kurze Fragen – mit «daijoubu desu» beantwortest du die meisten davon.

Wendungen für Hotels und Notfälle

  • Chekkuin onegaishimasu: «Ich möchte einchecken, bitte.»
  • Nimotsu o azukatte moraemasu ka?: «Können Sie mein Gepäck aufbewahren?»
  • Tasukete!: «Hilfe!»
  • Byouin: Spital. Keisatsu: Polizei.
  • Guai ga warui desu: «Mir ist nicht gut.»

Im Notfall erreichst du die Polizei unter 110 und Feuerwehr sowie Ambulanz unter 119.

Höflichkeit zählt mehr als Worte

Bei der Höflichkeit in Japan geht es genauso sehr ums Verhalten wie um die Sprache. Eine kleine Verbeugung beim Danken, leises Sprechen im Zug und Geld mit beiden Händen zu überreichen hinterlassen einen guten Eindruck. Keigo (höfliches Japanisch) musst du nicht lernen, aber ein paar grundlegende Umgangsformen helfen sehr. In meinem Guide zur Etikette für Reisende in Japan findest du die wichtigsten Regeln.

Ich habe mir angewöhnt, mich vor Japanerinnen und Japanern immer leicht zu verbeugen und kurz «sumimasen» zu sagen, wenn mir ein Fehler unterlief. Diese beiden kleinen Gesten machten die meisten Situationen einfacher.

Nützliche Hilfsmittel, wenn dir die japanischen Wörter ausgehen

  • Eine Übersetzungs-App mit Kamerafunktion für Speisekarten und Schilder
  • Offline-Sprachpakete für den Fall, dass du keine Verbindung hast
  • Notizen mit wichtigen Wendungen oder Angaben zu Allergien, die du dem Personal zeigen kannst
  • Mit dem Finger zeigen und Gesten machen – das funktioniert überraschend gut

Wenn du tiefer einsteigen möchtest, erklärt mein Guide zum Japanischlernen für Anfängerinnen und Anfänger, wo du anfangen kannst.

Zahlen und Wendungen, die du hören wirst

Zahlen und Zählen

Zahlen begegnen dir ständig, bei Preisen ebenso wie bei der Gruppengrösse. Hier sind die Grundlagen:

  • 1 bis 5: ichi, ni, san, yon (oder shi), go
  • 6 bis 10: roku, nana (oder shichi), hachi, kyuu, juu
  • 100 und 1’000: hyaku und sen
  • Yen: en, zum Beispiel «sen en» für 1’000 Yen

Für Gegenstände verwendet das Japanische Zählwörter, was kompliziert werden kann. Ein einfacher Trick ist das allgemeine Zählwort: hitotsu (eine Sache), futatsu (zwei), mittsu (drei), yottsu (vier), itsutsu (fünf). Zusammen mit einer zeigenden Geste funktioniert «kore o futatsu kudasai» (zwei davon, bitte) in fast jedem Laden und jeder Bäckerei.

Preise stehen meistens ohnehin als Zahlen da, und die Kasse zeigt den Gesamtbetrag an. Deshalb musst du einen Preis nur selten verstehen, wenn er laut ausgesprochen wird. Zahlen zu erkennen hilft dir trotzdem, wenn dir das Personal im Restaurant die Wartezeit oder am Bahnhof die Perronnummer nennt.

Häufige Wendungen des Personals

Zu verstehen, was andere zu dir sagen, ist genauso nützlich wie selbst zu sprechen. Diese Wendungen wirst du besonders oft hören:

  • Irasshaimase: «Willkommen», wird gerufen, wenn du ein Geschäft oder Restaurant betrittst. Du musst nicht antworten.
  • Nanmei sama desu ka?: «Wie viele Personen sind Sie?»
  • Shou shou omachi kudasai: «Bitte warten Sie einen Moment.»
  • Pointo kaado wa arimasu ka?: «Haben Sie eine Kundenkarte?» Sag einfach «nai desu» (habe ich nicht).
  • Arigatou gozaimashita: «Vielen Dank» (für deinen Besuch), sagt man beim Hinausgehen.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Japanisch sprechen, um in Japan zu reisen?

Nein. In grossen Städten sind Schilder auf Englisch, und viele Restaurants haben Bildmenüs. Mit ein paar Wendungen wird vieles einfach angenehmer und unkomplizierter.

Welches japanische Wort ist für Touristinnen und Touristen am nützlichsten?

«Sumimasen». Es bedeutet «Entschuldigung», «Verzeihung» und manchmal auch «Danke». Du kannst es also in fast jeder Situation verwenden.

Wie sagt man auf Japanisch Danke?

«Arigatou gozaimasu» ist die höfliche Form. «Arigatou» allein ist informell und passt besser unter Freunden.

Ist es unhöflich, in Japan Englisch zu sprechen?

Nein, aber es ist höflich, mit einer japanischen Begrüssung oder «sumimasen» zu beginnen und freundlich zu fragen, ob jemand Englisch spricht.

Wie bitte ich auf Japanisch um die Rechnung?

Sag «okaikei onegaishimasu». In vielen Restaurants bringst du die Rechnung selbst zur Kasse beim Eingang.

Soll ich in Japan Trinkgeld geben?

Nein. Trinkgeld gehört nicht zur Kultur. Ein aufrichtiges «gochisousama deshita» beim Gehen ist die beste Art, Danke zu sagen.

Zum Schluss

Ein paar japanische Wendungen bringen dich schon weit. Übe vor deiner Reise die Grundlagen und trau dich, sie anzuwenden. Weitere Tipps findest du in meinem Artikel darüber, wie du ohne Japanischkenntnisse durch Japan reisen kannst.

Autor

  • maxintokyo

    Max lebt in Tokyo, wo er Informatik studiert und auf Reisen weiterhin die Welt erkundet. Sein Interesse an Kulturen rund um den Globus hat sowohl seinen persönlichen als auch seinen akademischen Weg geprägt. Seinen Bachelor- und Masterabschluss machte er in der Schweiz. Danach verbrachte er als Austauschstudent ein Jahr in Südkorea. Später absolvierte er ein Masterprogramm an der Waseda University in Japan, wo er sein Fachwissen vertiefte und seinen internationalen Horizont erweiterte.
    Heute arbeitet Max in Tokyo als Senior Software Engineer in einer anspruchsvollen Position im Banken- und Finanzsektor. In seiner Arbeit verbindet er technisches Problemlösen mit Branchenkenntnissen. Er hat mehr als dreissig Länder bereist und bringt dadurch wertvolle praktische Erfahrungen in seine Projekte ein.

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